Indoor Cycling Magazin

Wintertraining für Triathlon

Hoffnung auf ein besseres Radtraining

Es ist ein bekanntes Leiden unter Triathleten – jedes Jahr mit dem ersten einsetzenden Frost kündigen sich die spiegelglatten Straßen und bitter kalten Temperaturen an, die das freudige Fahrradtraining in einen Kampf um Sicherheit, Balance und Wärme verwandeln.
Laufen und Schwimmen lassen sich in der kalten Jahreszeit noch gut organisieren, doch das Radfahren wird so manchem Triathleten zur Trainings-Krux, dabei gibt es einige Möglichkeiten das Radtraining trotz Kälte und Schnee im Warmen, Trockenen und Sicheren zu absolvieren. Man kann nämlich stationär Radfahren– zum Beispiel auf der so genannten ‚Rolle’, in die das eigene Rad eingespannt wird und auf gewohntem Sattel in die gewohnte Pedale getreten wird. Diese Trainingstechnik hat allerdings den Nachteil, dass trotz einiger technischer Raffinesse ein runder Tritt nur selten gelingt und Bergfahrten, unterschiedliche Steigungen oder das Fahren im Stehen kaum möglich sind. Auch der erreichte Lärmpegel ist ein Manko, da er schnell den Nachbarschaftssegen schief hängen kann. Eine gute Alternative zur ‚Rolle’ sind Indoorbikes, das sind stationären Fahrräder, die speziell entwickelt wurden um sich im Heimtraining auf das Outdoor Fahren vorzubereiten.
In den 1980er Jahren vom Radprofi Johnny G. in den USA erfunden um in der Nähe seiner hoch schwangeren Frau bleiben und dennoch trainieren zu können, ist das Indoorbike zu einem der beliebtesten Trainingsgerät seit den 1990er aufgestiegen. Mit gutem Grund. Denn das Indoorcycling beschränkt sich inzwischen nicht auf die Nachahmung des ‚normalen’ Fahrradfahrens, sondern hat sich zu einer eigenständigen Sportart gewandelt. Indoorcycling zeichnet sich durch seine spezielle Gruppendynamik so wie Trainingseinheiten für Oberkörper oder spezielles Cardio-Training aus, wodurch ein ganzheitliches, hoch anspruchsvolles wie auch abwechslungsreiches Training möglich wird.
Dank der klugen Technik der Indoorbikes ist es möglich sowohl das Fahren auf ebenen Straßen, wie auch in Bergen zu simulieren. Widerstand und Steigung können vor dem Training eingestellt werden. Es gehört zur täglichen Praxis in Indoorcycling-Kursen sowohl das Fahren im Stehen als auch im Sitzen mit zusätzlichen Übungen für Arme und Rumpf zu verbinden. Angespornt durch immer passende Musik zur jeweiligen Trainingseinheit tragen Bass und Beat über die Anstrengung der Bewegung hinweg zu einem disziplinierten Training voll Spaß und merklicher Effekte.
Gleichsam ist das Indoorcycling natürlich nicht eins zu eins mit dem Fahren auf Straßen und Bergen austauschbar. Es ermöglicht allerdings im Winter zum einen die Pedalier-Bewegung der Beine zu optimieren, sowie die Kondition spürbar zu verbessern, die ab dem Frühling wieder draußen gebraucht wird. Krafttraining, Verbesserung der allgemeinen Fitness sowie Rumpfaufbau sind sinnvolle Ziele für den Winter um den Wiedereinstieg ins gewohnte Triathlon-Training im Frühling besser zu bewerkstelligen.
Es gibt sogar Studien, die belegen dass hohe Trittfrequenzen – die man beim Indoorcycling im Winter erlernen kann – beim abschließenden Triathlon-Lauf zu verbesserten Leistung beitragen, da die Muskeln durch das Pedalier-Training an hohe Belastungen ‚gewöhnt’ wurden und entsprechend die Vormüdigkeit der Muskeln eindeutig schwächer ausfällt. Die verbesserte Trittfrequenz und effizientere Arbeit der Beinmuskulatur verhilft außerdem bei den Straßen-Fahrten nach Wendemarke oder Kurven wieder schneller weiter zu pedalieren und seine Geschwindigkeit zu steigern.
Es gibt sie also, die Hoffnung auf ein effizientes Rad-Training im Winter! Mit den Indoorcycles verbessert man nicht nur die Kondition, sondern auch die Trittfrequenz und kann das sowohl in Kursen bei pulsierender Musik mit anderen Sportbegeisterten oder zu Hause in der Gewissheit eines weitgehend leisen Trainingsgerätes machen.

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