Indoor Cycling Magazin

Alles Marketing – oder was?

Ob der Laden läuft oder nicht, das hängt selten nur von einem Faktor ab, auch wenn die Werbung uns das oft vormacht. Wer herausfinden will, wo es hakt und was man tun kann, der braucht Geduld, einen kühlen Kopf und viele Informationen. – Das gilt für jedes Geschäft und damit auch für Fitness Studios.

Unser Beispiel: die Auslastung von Indoor Cycling Kursen

Sagen wir, in einem Studio stehen 35 Bikes im Kursraum und die Kurse sind durchgängig zu rund 80 Prozent ausgelastet. Und sagen wir, in einem anderen Studio stehen 15 Bikes und die Kurse sind nur zu 20 Prozent ausgelastet. Nun kann man nicht davon ausgehen, dass die Mitglieder im ersten Studio Indoor Cycling Freaks sind und die Mitglieder aus dem zweiten Studio für Rudermaschinen brennen. – Woran liegt also der große Unterschied?

Der allzeit limitierende Faktor ist natürlich die Anzahl der Mitglieder. Je mehr Sportler ins Studio gehen, desto mehr könnten sich auch aufs Indoor Bike schwingen.
Außerdem ist wichtig, wie viel Fläche für Indoor Cycling Kurse zur Verfügung steht. Ist es ein Raum, den sich mehrere Kurse mit einem Stundenplan teilen – oder mehrere Räume, in denen Kurse auch parallel laufen können?
Hierbei ist ein gutes Reservierungskonzept der Schlüssel. Mittlerweile gibt es gute Möglichkeiten für die Online-Reservierung, die auch die Rezeption entlasten. Wer an einem Kurs teilnehmen will, kann sich gut eine Stunde vorher anmelden und muss sich 15 Minuten vor Kursbeginn im Studio „einchecken“. Wer das versäumt, verliert seinen Platz, sodass er neu vergeben werden kann. „Tote Reservierungen“, die einfach Plätze blockieren können damit leicht vermieden werden.
Für die Wirtschaftlichkeit von Cycling Kursen ist zudem das Verhältnis von Trainer- und Teilnehmer-Zahl wichtig; auch die Raumgröße spielt eine Rolle. Eine Faustregel dabei ist: Lieber die Anzahl der Bikes erhöhen, als mehr Kurse einrichten. Es sei denn, das Kursangebot ist offensichtlich zu gering oder es ist geplant, mit gezieltem Marketing mehr Teilnehmer für Cycling Kurse zu gewinnen.
Und dazu brauch man nicht unbedingt einen PR Manager. Die Mitarbeiter am Empfang machen auf die Kurse aufmerksam. Bikes auf der Cardio-Fläche machen neugierig, Fotos und Plakate an den Wänden ebenso. Außerdem können die Trainer auf der Fläche Studiomitglieder für die Kurse begeistern. – Aktive Ansprache ist das Zauberwort!
Im nächsten Schritt sind Einführungskurse für das Training auf dem Indoor Bike eine gute Idee. 90 Minuten für technische Einführung, Erklären der Einstellmöglichkeiten, der Leistungskontrolle, Intensitätsbestimmung, der Trainingsarten und so weiter und sofort. Damit sind alle Teilnehmer für die „richtigen“ Cycling Kurse schon mit einer guten Portion Basiswissen ausgerüstet. – Darauf kann sich auch der Instruktor verlassen. Zugleich hat sich eine Gruppe gebildet, die sich schon untereinander kennt. Das sorgt für mehr Verbindlichkeit bei Folgekursen. Und diese Gruppe ist zugleich wieder Multiplikator, der andere Studiomitglieder auf die Kurse aufmerksam macht.

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