Indoor Bike Kaufberatung

Was darf’s sein?
Indoor Cycling erfreut sich wachsender Beliebtheit und der Markt für Indoor Bikes und Zubehör wächst von Jahr zu Jahr. Neue Bike Schmiden entstehen und arrivierte Hersteller denken sich neue Produktlinien aus. Dabei die Übersicht zu behalten, fällt schwer. Gerade als Neuling findet man unter diesen Bedingungen gar nicht so leicht das passende Bike. Deswegen bieten wir mit unserer Kaufberatung eine erste Orientierung und Erklärungen für die wichtigsten Punkte.
Der Antrieb
Sie haben die Wahl zwischen einem Kettenantrieb und einem Riemenantrieb. Der Kettenantrieb, im Grunde genommen wie beim Straßenfahrrad, hat den Nachtteil, dass er mehr oder weniger geräuschvoll arbeitet und regelmäßig geölt werden muss. Auch die Kettenspannung muss man kontrollieren. Trotzdem schwören viele Indoorcycler auf den Kettenantrieb, weil er ein authentischeres Fahrgefühl liefere als der Riemenantrieb. Dieser kommt praktisch ohne Wartung aus und muss, weil aus widerstandsfähigem Gummi hergestellt, auch nicht geölt werden. Außerdem ist das Training mit einem Gummiriemen angenehm leise. Wer sein Bike in der Wohnung aufstellen will, greift daher oft zum Bike mit Riemenantrieb.
Die Bremse
Wieder gibt es zwei Möglichkeiten: Magnet- und Filzbremse. Beide Systeme funktionieren wie beim Fahrrad. Betätigen Sie Bremsknopf oder –hebel, werden die mit Filz belegten Metallplatten an die Schwungscheibe gepresst, beziehungsweise die Magneten näher an die Schwungscheibe gebracht. So wird der Widerstand reguliert. Die Notbremse setzt grundsätzlich umgehend die gesamte Bremswirkung frei und bringt das Schwungrad zum Stillstand. Das ist für Ihre Sicherheit besonders wichtig, weil die meisten Indoor Bikes keinen Leerlauf des Rades ermöglichen. Magnetbremsen arbeiten wartungsfrei, sind absolut still und moderner als Filzbremsen. Diese wiederum können aber eine stärkere Bremswirkung entfalten.
Die Schwungmasse
Wichtig ist beim Training, dass Ihre Bewegungen gleichmäßig und störungsfrei laufen. Das wird in der Regel mit einem hohen Schwungradgewicht erreicht. Die Regel besagt: Je schwerer die Schwungmasse, desto runder laufen die Bewegungen. ABER: Grundsätzlich muss man alle Antriebskomponenten berücksichtigen, wie Tretlager und Bremse. Mitunter erzielt man bei einem Bike mit hochwertigem Tretlager, Filzbremse und leichter Schwungmasse genauso gute Ergebnisse, wie bei einem Bike mit Standard-Tretlager, Magnetbremse und hoher Schwungmasse.
Lenker, Sattel und Bequemlichkeit
Je mehr Einstellmöglichkeiten, desto besser. So lautet oft die Devise. Wir empfehlen, ein Bike immer Probe zu fahren, bevor man Geld in die Hand nimmt. Warum ist klar: Wer mit einem Bike gut zurechtkommt, dass vielleicht nicht die meisten Verstellmöglichkeiten an Sattel und Lenker hat, ist damit gut beraten und brauch nicht in höherpreisigen Gefilden fischen, um wirklich alles einstellen zu können. Eine Frage, die Sie sich dabei immer stellen müssen: Benutze ich das Bike alleine, oder wird es noch andere Nutzer geben? Wichtig ist grundsätzlich, dass der Lenker sicheren Halt bietet, auch wenn’s mal schweißtreibend wird. Auch darf hier nichts wackeln, schließlich trainiert man oft im Stehen, wodurch der Lenker sehr stark beansprucht wird. Idealerweise erlaubt es der Lenker auch, dass Sie einfach umgreifen können, um Ihre Gelenke zu entlasten.
…und die digitale Technik
Hier wird es speziell. Grundsätzlich empfehlen wir einen Radcomputer, der die Pulsmessung erlaubt, um beim Training die Arbeit des eigenen Kreislaufs im Blick zu haben. Das sorgt für mehr Sicherheit beim Workout. Daneben gibt es Radcomputer mit den verschiedensten Trainingsprogrammen, Messskalen und anderen Hilfsmitteln zur Trainingssteuerung. Wer genau weiß, was er braucht, dem empfehlen wir gerne das passende Gerät. Wer noch unsicher ist, dem erklären wir gerne die Möglichkeiten, die es gibt.

Weil es zu viele Faktoren gibt, die bei jedem Kunden berücksichtigt werden müssen, können wir keine allgemeingültigen Kaufempfehlungen geben – aber ein paar Anhaltspunkte in Sachen Preis/Leistung: Einsteiger sollten sich bei der X-Treme Bike Serie umschauen. Geübte Indoorcycler könnten bei Vortec Team Bike fündig werden. Fortgeschrittene werfen am besten einen Blick auf unsere Schwinn Bikes.

Haben wir ein bisschen Klarheit schaffen können? Oder haben Sie noch mehr Fragen als vorher? Alles kein Problem! Rufen Sie uns an, schreiben Sie und eine Mail – oder kommen Sie direkt zum Probefahren vorbei. Wir finden gemeinsam das richtige Bike für Ihre Ansprüche!